Forscher aus aller Welt können ERC-Fördermittel beantragen, vorausgesetzt sie führen die Forschungsarbeiten in einem EU-Mitgliedstaat (EU) oder in einem assoziierten Staat durch.

ERC-Fördermittel werden zunehmend auch international als Auszeichnung für wissenschaftliche Exzellenz anerkannt.

Vom ERC geförderte Forschungsvorhaben können sich über eine Laufzeit von bis zu fünf Jahren erstrecken und Pionierforschung in einem beliebigen wissenschaftlichen Bereich, einschließlich Sozialwissenschaften, Geisteswissenschaften und interdisziplinäre Studien, abdecken. Der ERC fördert sowohl herausragende Nachwuchsforscher („ERC Starting Grants“) als auch bereits etablierte und anerkannte Wissenschaftler („ERC Advanced Grants“).

Wenn Sie nach Europa (in ein EU-Mitgliedland oder assoziierten Staat) umziehen, kann sich die Förderung noch weiter erhöhen: bei ERC Starting Grants von 1,5 Mio. EUR (für Antragsteller mit Sitz in Europa) auf insgesamt 2 Mio. EUR und bei ERC Advanced Grants von 2,5 Mio. EUR auf bis zu 3,5 Mio. EUR.

Anträge können nach einer öffentlichen Ausscheibung des ERC eingereicht werden (jeweils einmal im Jahr für ERC Starting Grants und ERC Advanced Grants). Für erfolgreiche Antragsteller wird dann ein Vertrag zwischen dem ERC und der Institution geschlossen, die das Forschungsvorhaben aufnimmt („Gasteinrichtung“) und ihren Sitz in einem EU-Mitgliedstaat oder einem assoziierten Staat hat.

Die Auswahl der zu fördernden Projekte erfolgt durch hochrangige, internationale Peer-Review-Gremien.

Sowohl die Verfahren zur Antragstellung als auch für die Förderung und Berichterstellung sind einfach und benutzerfreundlich. Außerdem ist es möglich, im Laufe des Forschungsvorhabens die Gasteinrichtung in Europa zu wechseln, sofern dies sinnvoll ist, da ERC-Förderungen „übertragbar“ sind: Die Mittel sind mit dem Forscher verknüpft und nicht mit der ursprünglichen Gasteinrichtung.

Zeitaufwand für das Forschungsvorhaben

Forscher, die eine ERC-Förderung beantragen, müssen dem Forschungsvorhaben einen wesentlichen Anteil ihrer Arbeitszeit widmen. Sie müssen jedoch während der Projektlaufzeit jedoch nicht ihre gesamte Arbeitszeit in Europa verbringen.

Bei ERC Starting Grants sollte der "Principal Investigator" mindestens 50 % der gesamten Arbeitszeit dem geförderten Forschungsvorhaben widmen und mindestens 50 % der gesamten Arbeitszeit in einem EU-Mitgliedstaat oder einem assoziierten Staat verbringen.

Bei ERC Advanced Grants sollte der "Principal Investigator" mindestens 30 % seiner Arbeitszeit dem geförderten Forschungsvorhaben widmen und mindestens 50 % seiner gesamten Arbeitszeit in einem EU-Mitgliedstaat oder einem assoziierten Staat verbringen.

Die Teilnahme der Teammitglieder und Veröffentlichung von Stellenangeboten

ERC-Fördermittel unterstützen Forschungsvorhaben, die von einem einzelnen Wissenschaftler (Principal Investigator, PI) und seinem Team durchgeführt werden. Die Zusammensetzung der Forschungsteams kann flexibel gestaltet werden, wobei die Nationalität der Teammitglieder beliebig ist, d. h. je nach Art des Forschungsvorhabens kann das Team sowohl Forscher aus Europa als auch aus außereuropäischen Ländern umfassen.

Freie Stellen für Teammitglieder eines ERC-Forschungsvorhabens können im Stellenportal Euraxess-Jobs veröffentlicht werden.

Erfahrungsberichte

Einige Erfahrungsberichte von durch den ERC geförderten Wissenschaftlern aus außereuropäischen Ländern werden in unserer Broschüre: ERC grants for top researchers from all over the world (ERC-Förderung: Für Spitzenforscher aus aller Welt) vorgestellt.